C.M.B.S. | Der 5-Elemente Zyklus - C.M.B.S.
270
page-template-default,page,page-id-270,woocommerce-no-js,ajax_fade,page_not_loaded,smooth_scroll,
Slide background

FÜNF ELEMENTE ZYKLUS

Die 5-Elemente-Lehre (wŭxing = fünf Wandlungsphasen) ist in der traditionellen chinesischen Philosophie verankert. Danach lassen sich alle Dinge in die fünf großen Grundelemente (xing) aufteilen. Diese fünf Elemente sind nicht statisch sondern unterliegen der ständigen Änderung und Umwandlung. Dabei stehen sie sowohl in einer zeugenden (Nährungs-Zyklus) als auch in einer zehrenden (Schwächungs-Zyklus) Beziehung zueinander.

So sind die fünf Grundelemente als Wandlungsphasen von Prozessen oder auch als Aktionsqualitäten zu verstehen. Damit handelt es sich auch nicht um Elemente im Sinne von Bestandteilen sondern vielmehr um Aspekte eines dynamischen Ablaufs. Dieser wird zyklisch erlebt, jedoch nicht als bloße Wiederholung sondern als Evolution. Jeder Durchlauf verändert die Ausgangslage für den nachfolgenden.

5-Elemente-Zyklus

 

  • WASSER   steht unten als ruhender Ausgangspunkt und gleichzeitig als wesentlicher Bestandteil jeder Dynamik. Steht für den Winter.
  • HOLZ        folgt als vorbereitende, expandierende Phase. Steht für den Frühling.
  • FEUER      bildet den Höhepunkt der eigentlichen Aktion. Es verkörpert Schöpfungskraft ebenso wie Verzehrung und Reinigung. Steht für den Sommer.
  • ERDE        steht für den wandelnden Aspekt, der im zyklischen Prozess Evolution (alle Formen der Metamorphosen bis hin zur Fruchtbildung und Wachstum) bewirkt. Steht für den Spätsommer.
  • METALL   konzentriert und strukturiert die Aktion und gewährleistet damit die Wirkung der Aktion. Dies entspricht der Reifung im Herbst.

Dem schließt sich dann wieder die Ruhephase (WASSER) an.

Der Nährungszyklus
Zyklisch im Uhrzeigersinn durchlaufen, nähren die Elemente einander. Das eine bringt das andere hervor. Die Elemente stehen zueinander wie in einer Mutter-Kind Beziehung.
– Das Wasser nährt Bäume und Pflanzen (Holz).
– Das Holz lässt Feuer brennen.
– Die Asche aus dem Feuer versorgt die Erde mit Nährstoffen.
– Die Erde bringt Erze (Metall) hervor.
– Die Spurenelemente des Metalls beleben das Wasser.

Der Schädigungszyklus
Zyklisch gegen den Uhrzeigersinn durchlaufen, entwickeln sich die Elemente durch Schwächung ihres Vorgängers. Die Elemente stehen zueinander wie in einer Großmutter-Enkelkind Beziehung. Die Kindesmutter schwächt hier die Großmutter.
– Das Wasser korrodiert Metall.
– Das Metall zieht Mineralien aus der Erde.
– Die Erde erstickt das Feuer.
– Das Feuer verbrennt das Holz.
– Das Holz saugt Wasser auf.

Bestünde nun ein Mangel oder Überfluss eines der fünf Elemente, würde der Prozess gestört werden.  Ein lebendiger Organismus (Mensch oder Tier) würde krank werden und auch eine Organisation würde leiden, d.h. beide würden in ihrer Leistungs- und im Extremfall in ihrer Überlebensfähigkeit beeinträchtigt werden.
Im Fünf-Elemente-Zyklus wird dies durch ein Pentagramm innerhalb des Kreises dargestellt.

Der Kontrollzyklus
Auch kontrollierende Eingriffe können nicht willkürlich erfolgen ohne den Prozess insgesamt wieder zu stören. Es gilt, die dem System innewohnende Gesetzmäßigkeit auch bei kontrollierenden Eingriffen von außen, zu berücksichtigen. Die Kontrolle (im Uhrzeigersinn) erfolgt jeweils mit Einwirken auf den Nach-Nachfolger.
– Das Wasser löscht das Feuer.
– Das Feuer schmilzt Metalle.
– Eine Axt (Metall) spaltet Holz.
– Bäume und Pflanzen (Holz) entziehen der Erde einerseits Nährstoffe, halten mit ihren Wurzeln andererseits das Erdreich zusammen.
– Dämme (Erde) halten das Wasser auf. Erde verschmutzt aber auch Wasser.

Der Schädigungszyklus
Hier wirken in der gegenläufigen Richtung (gegen den Uhrzeigersinn) die Elemente auf ihren Vor-Vorgänger in zerstörerischer und verletzender Art.
– Das Wasser erodiert die Erde.
– Die Erde erstickt das Holz.
– Das Holz macht Metall stumpf.
– Das Metall nimmt die Hitze es Feuers auf.
– Das Feuer verdampft das Wasser.

Eine andere Anordnung ist die kosmologische, bei der das wandelnde Prinzip der ERDE in die Mitte des Kreises rückt, während die anderen vier Elemente ähnlich einer Kompassrose auf zwei orthogonalen Achsen ihren Platz finden. Hierbei wird in der Betrachtung das Wirkprinzip des Prozesses selbst anstelle der Prozessdynamik in den Mittelpunkt gestellt.

5-Elemente-Zyklus_kosmologisch_v2

 

  • Vertikale: WASSER unten (Statik, großes Yin) – FEUER oben (Dynamik, großes Yang)
  • Horizontale: HOLZ links (Expansion, kleines Yang) – METALL rechts (Kontraktion, kleines Yin)


Die vertikale Achse wird in der traditionellen chinesischen Medizin auch als konstitutionell, die horizontale als situativ bezeichnet.
————
Quelle: Frank Behrendt & Yun Yi Na. Übersicht der Wandlungsphasen (5 Elemente – Wu Xing) – nach Großmeister Wu Gong Jue