C.M.B.S. | Die vier Kernbereiche der Führungs-Fitness in einer digitalen Welt.
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Vier Kernbereiche der Führungs-Fitness

Von allen Seiten umschwirren uns Begriffe wie Digitalisierung, Disruption, Automatisie-rung, Customer Experience usw. Immer wieder kann man hören und lesen, dass sich Führung verändern muss. Was bedeutet das nun für angehende und etablierte Führungs-kräfte? Wie erhalten Sie Ihre Führungs-Fitness?

Auf vielen Branchenveranstaltungen werden sie mit dem Thema zur Entwicklung der Zukunftsfähigkeit scheinbar überwiegend aus organisatorischer und technologischer Sicht konfrontiert. Doch wer genau hinsieht und hinhört, wird in vielen Vorträgen und begleitenden Ausstellungen auch einiges von den Herausforderungen aus Führungssicht erfahren. Wie Sie in 2018 ihre persönliche Zukunftsfitness als Führungskraft entwickeln, erläutere ich Ihnen an vier Kernbereichen.

1. Netzwerken

Angeblich sind 70% der deutschen Angestellten mit Führungsaufgaben weder in den sozialen Netzwerken noch in irgendwelchen anderen beruflichen Verbindungen aktiv. Viele haben nur einen „toten“, einmal angelegten doch ungepflegten Account dort. Sie köcheln überwiegend im eigenen Saft. Sie zeigen wenig Interesse an Input und Inspira-tion von außen, verharren im operativen Erledigen. Das wird in einer digitalen Informa-tionsgesellschaft fatal. Kein Wunder, dass viele eher verunsichert und angsterfüllt auf die ganzen Veränderungen reagieren.

Sie können das anders machen. Seien Sie aktiv, bringen Sie sich ein. Suchen Sie sich ein Netzwerk von starken Leuten, von denen Sie lernen können. Orientieren Sie sich an den Menschen, die Ihnen Energie geben, die Ihnen zeigen, wie man Dinge erledigt und die Sie inspirieren. Schauen Sie über den Tellerrand. Menschen, die offensiv mit Herausforde-rungen umgehen, vermitteln auch Ihnen ein Gefühl dafür, welche Ziele sich erreichen lassen. Im Gespräch mit ihnen entwickeln sich meist neue Ideen und Sichtweisen. Sie erfahren auch, wie sich Aufgaben schneller und besser erledigen lassen.

Deine Netzwerke sind nur so gut, wie Du darin aktiv mitwirkst!

2. Persönlichkeitsentwicklung

Wenn Sie die Chance haben, mal wirklich guten Führungskräften zu begegnen, achten Sie darauf, wie diese agieren. Sie werden feststellen, die guten Führungskräfte investieren nicht in erster Linie in ihre Karriere. Sie gieren nicht nach jeder Aufstiegsmöglichkeit, ob die zu ihnen passt oder nicht. Sie investieren in erster Linie in ihre Persönlichkeit und ihr Wohlbefinden. Aus einer gestärkten Persönlichkeit entwickelt sich alles andere von selbst.

Ich habe mir von Beginn meiner beruflichen Laufbahn an, immer mindestens 10% mei-nes Einkommens für meine persönliche Weiterentwicklung zur Seite gelegt. Dafür habe ich auch mal auf einen Urlaub verzichtet und lieber ein Seminar bei einem Toptrainer besucht; ohne mit meinem Arbeitgeber über die Notwendigkeit diskutieren zu müssen. Die wirklich entwicklungswichtigen Seminare bekommen Sie selten von Ihrem Arbeit-geber. Da bekommen Sie meist nur die Weiterbildung, um gut im System zu funktionie-ren.

Wer noch grün ist kann wachsen.
Wer sich bereits reif denkt, beginnt schon zu faulen.

3. Neugier

Bleiben Sie neugierig und informiert. Und das auch über Ihren operativen Arbeitsbereich hinaus. Je mehr Sie ein Verständnis für Zusammenhänge entwickeln (systemisches und transformationales Denken ist bisweilen in Führungskreisen bedingt durch Kaminkarrie-ren stark unterrepräsentiert), desto eher erkennen Sie auch neue Chancen und Optionen für sich. Verlassen Sie regelmäßig Ihre Komfortzone und wagen Sie Neues. Desto eher werden Ihnen bevorstehende Veränderungen bewusst, Sie erkennen entwicklungsmäßige Sackgassen, falsche Karriereleitern und Sie können sich darauf vorbereiten.

Auch wenn Sie nicht in einer eher kommunikationsorientierten Branche tätig sind, für alle Führungskräfte aber auch Spezialisten gilt: Ausdrucksfähigkeit, gedankliche Flexibili-tät und emphatische Eigenschaften gepaart mit substantieller Fachkompetenz beflügeln ein Vorankommen. Wer sich, seine Fähigkeiten und Leistungen dann noch gut präsentie-ren kann, der bekommt Aufmerksamkeit und wird zum Gestalter.

Alles was Du nicht selbst bestimmst, wird bestimmt.

4. Mindset

Ein wesentlicher Baustein ist Ihre Einstellung, neudeutsch Mindset. Wie sehen Sie die Dinge, wie offen sind Sie, wo setzen Sie sich selbst (unbewusst) Grenzen? Worin finden Sie Ihre Motivation, Ihre Gelassenheit, Ihre Zuversicht, Ihre Handlungskraft? Mit welcher Energie und welchen Gedanken kommen Sie zur Arbeit? Sehen Sie eher das, was gut läuft und muntern Sie Ihre Kollegen / Mitarbeiter auf oder gehen alle lieber auf Tauchstation, wenn Sie kommen?

Ihre Gedanken entscheiden darüber, wie Ihr Tag wird und wie Ihre Zukunft wird. Denn sie bestimmen über Ihre Worte und Ihre Handlungen. Natürlich darf man auch mal negative Gedanken haben. Etwas gesunder Pessimismus trug dazu bei, dass die Mensch-heit so lange überlebt hat. Die Frage ist nur, wie lange lassen Sie die negativen Gedanken bei sich und wie stark lassen Sie sich von ihnen beherrschen. Auch das ist in einem be-stimmten Maße erlernbar für ein förderliches Mindset.

Die meisten Menschen scheitern nicht an mangelnden Fähigkeiten,
sondern sie scheitern an mangelndem Selbstvertrauen.

Alle diese Anforderungen sind eigentlich nicht neu. Gute Führungskräfte haben dies schon immer beherzigt. Für die bleibt die Zukunft auch weiterhin ein spannendes Erlebnis, auf das sie sich freuen können.

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